Bedlington Terrier
Die Zigeuner im Rothbury-Wald an der schottischen Grenze hielten seit 1780 gebrauchstüchtige, schnelle Arbeitsterrier, den sogenannten Rothbury-Terrier. Dieser war spezialisiert auf die Rattenjagd und wurde daher auch gerne im Bergbau eingesetzt. Vor allem aber reiste er mit Kesselflickern, Scherenschleifern sowie Händlern durchs Land und befreite, während die Besitzer ihrer Arbeit nachgingen, das Dorf von Ratten und anderen Nagetieren.
Von Zigeunern wurde er wegen seines ruhigen, fast lautlosen und zuverlässigen Wesens (er bellt nur äußerst selten) gerne gehalten.
Der Bedlington-Terrier wurde erstmals 1870 in Bedlington in Northumberland ausgestellt und im englischen Kennel als Rassehund regristriert. 1920 kam der erste Bedlington dann nach Deutschland.
Beschreibung
Der Bedlington Terrier ist mittelgroß (bis 43,5 cm, 11 kg). Sein geschorendes, flachsartiges, nicht haarendes, gekräuseltes Fell, das ihm ein lämmchenhaftes Aussehen verleiht, ist leberfarben, sandfarben, blau, schwarz oder lohfarben. Der birnenförmige Kopf hat lange herabfallende, an den Enden befratzte Ohren, der Schwanz sollte nicht über dem Rücken getragen werden. Der Bedlington ist eine robuste Rasse und kann ein für Hunde hohes Alter von 15 Jahren und mehr erreichen.
Der Bedlington ist außergewöhnlich mutig, temperamentvoll, verspielt, zärtlich, anhänglich, appart, elegant, nicht nervös oder hektisch. Er ist ein kinderlieber, familienfreundlicher Hund, braucht die Zuneigung von Menschen und ist nicht für die Zwingerhaltung geeignet.