Das Landeshundegesetz NRW hat uns zwar nicht mehr Hunde beschert, aber die Hunde verweilen viel länger im Tierheim und sind rassebedingt (American Staffordshire, Bull-Terrier, Pit-Bull-Terrier, Dobermann und Rottweiler) kaum noch zu vermitteln. Sogar andere große Hunderassen, wie der deutsche Schäferhund, finden nur noch selten ein neues Zuhause. Hatten wir früher zu Spitzenzeiten 50 bis 60 Hunde im Tierheim sitzen, ist das heute der untere, ständige Level. Somit sind unsere Zwinger und Ausläufe voll ausgelastet und bieten kaum noch Aufnahmekapazität für Notfälle.
Ein weiteres Problemfeld im Tierheim ist die stetig wachsende Artenvielfalt der Heiminsassen. Hier handelt es sich nicht um das klassische Haustier (Hund, Katze, Kaninchen, Wellensittich), sondern um Hängebauchschweine, Hühner, Gänse, Enten, Ziegen, Tauben, Pfauen, Eichhörnchen, Schlangen, Leguane, Schildkröten usw. Die Gründe, warum diese Tiere bei uns im Tierheim landen sind vielfältig:
Tierliebende Menschen wollen sich den Traum vom Leben auf dem Lande, in der Natur mit Tieren, erfüllen. Wenn dann irgendwann das Geld fehlt und/oder die Lust auf das Landleben vergeht oder die Haltungsbedingungen für Exoten nicht mehr gegeben sind, sind die angeschafften Tiere im Weg und müssen ins Tierheim abgegeben werden.