PapIm ersten Teil des Kapitels Papageienkrankheiten möchte ich auf Besonderheiten bei Erkrankungen von Papageienvögeln eingehen.
Die folgenden Beiträge über spezielle Erkrankungen werden sich auf Anfragen beziehen bzw. die wichtigsten Erkrankungen behandeln. Gerne können Sie Ihre Anfragen an mich richten (siehe Kontakt).
Ein Problem bei der Erkennung und rechtzeitigen Behandlung von Krankheiten bei Vögeln ist, daß Krankheitssymptome sehr spät im Verlauf der Erkrankung gezeigt werden, was völlig normal bei Wildtieren ist, denn Feinde dürfen die Schwäche ja nicht erkennen.
Zur späten Ausprägung der Krankheitssyptome kommt noch hinzu, das die unterschiedlichsten Erkrankungen durch ähnliche Symtome gekennzeichnet sind. Das heißt, ein kranker Vogel sitzt meist apathisch mit aufgeplustertem Gefieder in seinem Käfig.
Oft ist die Kloakengegend mit dünnflüssigem Kot verschmiert und auf dem Käfigboden findet sich vermehrt dünnflüssiger oder wäßriger Kot, daß deutet auf eine Erkrankung des Verdauungssystems hin. Auch ist bei kranken Papageien oft eine erhöhte Atemfrequenz festzustellen oder findet man im Kopfbereich verschmierte Federn, durch Erbrechen, Nasen- oder Augenausfluß.
Jetzt ist höchste Eile geboten. Einige Maßnahmen sollten sofort ergriffen werden, wenn man nicht umgehend einen Fachmann in Bezug auf Papageienkrankheiten aufsuchen kann .Meist wird es ein Tierarzt sein, der einige Erfahrungen auf diesem Gebiet hat,
oft sind aber auch erfahrenere Züchter in der Lage und haben das notwendige Arzneimittelsortiment, um die häufigsten Krankheiten zu erkennen und zu behandeln.